Die Technologie hinter dem Blog

Veröffentlicht am
26.4.2026

Die Technologie hinter dem Blog

Code HTML-Code ist hier zwar auch vorhanden, aber mit Astro deutlich erweitert worden.

Dieser Blog wurde mit HTML, CSS und JavaScript erstellt. Fertig.

Spaß beiseite: Dieser Blog wurde mit so genannten Frameworks erstellt, die unter der Haube HTML, CSS und JavaScript benutzen. Hier steckt kein Content Management System wie Wordpress, Drupal, Typo 3 oder ähnliches dahinter. Folglich gibt es auch kein PHP und darum auch keine Datenbank, die im Hintergrund arbeitet. Dem aufmerksamen Besucher wird ebenfalls aufgefallen sein, dass es hier auch keine Cookies gibt. Daher ist auch der Cookie Consent Banner, also das kleine aufploppende Zustimmungsfenster bei einem neuen Besuch der Seite, nicht erforderlich. Für diesen Blog habe ich nämlich das Framework Astro benutzt, welches sehr leicht zu erlernen ist und ähnlich wie Vue komponentenbasiert arbeitet. Man kann also problemlos sein Layout in verschiedene Abschnitte wie Header, Nav, Main und Footer unterteilen und diese problemlos zusammenführen. Somit muss man nicht jede einzelne HTML-Datei mitsamt dem Code darin kopieren, um ihn im “Rumpf” anzupassen. Weiterhin setze ich hier ganz stark auf das Prinzip “Keep it simple and stupid”, das heißt, dass im Grunde genommen alles so einfach wie möglich gehalten und nur das implementiert wird, was man wirklich benötigt. Ein Wordpress würde das ganze Projekt ziemlich aufblähen und für den Betrieb ist zusätzlich noch eine Datenbank erforderlich. Gleichzeitig klickt man sich dort seine Website über ein Baukastensystem zusammen und verliert dadurch die Kontrolle, während man bei Astro die volle Kontrolle über seinen Code hat und nicht von Plugins abhängig ist. Davon abgesehen bietet Wordpress eine große Angriffsfläche, da es das meist genutzte CMS im Internet ist. Für das Styling dieses Blogs verwende ich tailwindcss - das ist im Grunde genommen eine große Sammlung von CSS-Klassen, die man bequem kombinieren kann. Das spart unheimlich viel Zeit, lässt trotzdem umfangreiche Anpassungen zu und man muss das ganze CSS nicht komplett selber schreiben. Wer es noch schneller möchte, kann es auch mit Bootstrap versuchen.

Infrastructure as Code, kurz IaC

Datenschutz hat bei mir im Zuge von KI und der großen Abhängigkeit von US-Diensten große Priorität. Um die Seite zu hosten und zu betreiben, habe ich mir daher einen vServer mit Linux in Deutschland angemietet. Darauf läuft ein so genannter Container in Docker, in dem auch dieser Blog “eingepackt” wurde. Du kannst dir diese Container wie winzige virtuelle Maschinen vorstellen, auf denen Alpine Linux installiert wurde. Dieses Betriebssystem ist sehr schlank (ca. 5 MB) und bestens dafür geeignet. Der Webserver wurde ebenfalls in diesem Container eingepackt. Da man mit der docker-compose.yml genau festlegen kann, wie der Container auszusehen hat, spart man sich enorm viel Zeit beim Aufsetzen der Infrastruktur. Die Verschlüsselung mit dem Certbot von Let’s Encrypt zum Ausstellen eines SSL-Zertifikates wurde ebenfalls mit Docker erledigt. Aus diesem Grund ist Docker auch in der Industrie so beliebt.

Exkurs: Unterschied zwischen einem Container und einer VM

Obwohl sich die beiden Technologien sehr ähnlich sind, gibt es doch einige Unterschiede. Die Virtualisierung erfolgt bei der VM über die Hardware, dem so genannten Hypervisor. Docker hingegen nutzt den Kernel des Hostsystems, wodurch sich hier auch ein Nachteil offenbart: Wurde ein Container falsch konfiguriert oder enthält bösartigen Code, kann er auch die anderen Container und das Gastsystem in Mitleidenschaft ziehen. Eine VM hingegen bietet eine vollständige Virtualisierungsumgebung und ist vom System in seiner Sandbox abgekapselt. Sie arbeitet mit den vom Hypervisor zugewiesenen Resourcen. Dadurch wird auch die Sicherheit der Systems erhöht, denn sollte sich ein böses Programm ist der VM verirren und alle Resourcen beanspruchen, wird der Kernel nicht belastet. Dennoch werden VMs beispielsweise bei vServern, bei Sicherheitstests und bei ausführlichen Anwendungstests eingesetzt, um die Anwendung auf verschiedenen Systemem ausgiebig zu testen. Wer gerne Linux oder ein anderes System ausprobieren möchte, beginnt in der Regel ebenfalls mit einer VM.

Der Ablauf eines Aufrufes

Wenn du meinen Blog aufrufst, erfolgt zunächst eine DNS-Anfrage an den von dir oder deinem Router eingestellten DNS-Server, ob die Domain dave-hammond.de überhaupt einer IP zugeordnet wurde. Da das hier der Fall ist, wird die Anfrage an den von mir gemieteten vServer weitergeleitet. Dieser nimmt die Anfrage über Port 80 entgegen, da du die Anfrage ja in deinem Browser getätigt hast. Intern leitet der Server die Anfrage an den Docker-Container weiter, da dieser ebenfalls auf Port 80 lauscht. Im Container geht die Anfrage an den Webserver und du bekommst binnen Millisekunden deine Antwort, da hier kein komplexes CMS wie Wordpress im Einsatz ist.

Ich werde in anderen Artikeln die eingesetzten Frameworks noch einmal ausführlicher vorstellen; insbesonders die Thematik IoC ist sehr umfangreich und darüber kann man unzählige Blogartikel verfassen. Das hier sollte euch einen einfachen Überblick geben, wie dieser Blog überhaupt realisiert wurde.